Alte DrahtziehereiKultur- und VeranstaltungszentrumWipperfürth
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Maydance 2017
So, 30.4.17 21:00


"BLACKO MIO!" – GLÜCK IST EINE HOLSCHULD
Dave Davis
Do, 8.6.17 20:00


Ich hab´s doch nur gut gemeint
Rüdiger Hoffmann
Sa, 13.5.17 20:00

Wipperfürth: Älteste Stadt im Bergischen Land

Was du ererbt von deinen Vätern hast, erwirb es, um es zu besitzen.
Johann Wolfgang von Goethe

Inmitten des Bergischen Landes liegt im Tal der Wupper, angelehnt an den Klosterberg, früher auch Krakenburg oder Krähenberg genannt, die älteste Stadt des Bergischen Landes, Wipperfürth. Urkundlich erstmals erwähnt im Jahre 1131.

Durch sie fließt die Wupper, der Fluss, von dem die Stadt ihren Namen herleitet, bis zu seiner Mündung in den Rhein, hierbei nutzen viele Fabriken, Mühlen, Hämmer u. a. die natürliche Kraft der Wupper.

Vermutet wird von Historikern, dass Wipperfürth schon zur Zeit Karls des Großen bestand; denn um 1200 hatte es einerseits die verhältnismäßig große Ausdehnung, andererseits muss das langsame Anwachsen einer Ortschaft in der damaligen Zeit berücksichtigt werden, so kann man mit Recht den Anfang und die Entstehung Wipperfürths weit zurückdatieren.

Im 12.Jahrhundert tritt Wipperfürth in nähere Beziehung zu den Landesherren. Die Ritter, die wegen ihrer Stammburg Berg an der Dhünn den Namen "die von Berg" trugen und später unserem Land den Namen "Berg" oder das "Bergische" gaben, gehörten zu den angesehensten Rittergeschlechtern unserer rechtsrheinischen Gegend. Im Jahre 1215 erhoben Graf Adolf III. und sein Mitregent Engelbert, der 1216 Kölner Erzbischof wurde, Wipperfürth zur ersten Stadt in der Grafschaft Berg. Engelbert bestätigte das in einer Urkunde aus dem Jahre 1222. Dem heiligen Engelbert zu ehren wurde 1879 ein steinernes Stadtbild auf dem Marktbrunnen errichtet und im Jahre 1914 durch eine Bronzestatue ersetzt.

Besucher Wipperfürth, die zu Fuß die Stadt erkunden, treffen mit der Pfarrkirche, dem Marktbrunnen oder den Überresten der alten Stadtmauer heute noch auf steinerne Zeugen der wechselvollen Geschichte Wipperfürths. Der heutige Stadtkern entspricht in seiner Form noch dem des 14. Jahrhunderts. Räumlich begrenzt wird der alte Stadtkern durch die Untere Straße mit der St. Nikolaus Pfarrkirche und dem Kirchplatz im Norden, und durch die Klosterstraße mit der Klosterkirche im Süden, mit dem Marktplatz im Osten und der "Ellers Ecke" im Westen.

Da Wipperfürth bis zum Ende des 19. Jahrhunderts der Durchgangs- und Kreuzungspunkt der kürzesten und bequemsten Verbindungswege zwischen Rheinland und Westfalen, dem Siegerland und dem unteren Wuppertal war bot die Stadt ein bunt bewegtes Bild des regen Güter- und Nahverkehrs.

Mit dem Gebiet des damaligen Kantons Lindlar, doch ohne das Kirchspiel Overath, bildete die Stadt Wipperfürth von 1816 bis 1932 den Kreis Wipperfürth, mit Wipperfürth als Kreisstadt.

Im Jahre 1932 wurde der Kreis Wipperfürth aufgehoben und mit dem früheren Kreis Mülheim zum rheinisch-bergischen Kreis mit der Kreisstadt Bergisch Gladbach vereinigt.

Nach der Neugliederung zum 1. Januar 1975 gehört Wipperfürth nunmehr dem Oberbergischen Kreis mit der Kreisstadt Gummersbach an.