Alte DrahtziehereiKultur- und VeranstaltungszentrumWipperfürth
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Historie

Wer hohe Türme bauen will, muß lange beim Fundament verweilen.
Anton Bruckner 04.09.1824 - 11.10.1896, Österreichischer Komponist

Das Kultur- und Veranstaltungszentrum "Alte Drahtzieherei" wurde am 20. Oktober 2007 von NRW-Bauminister Oliver Wittke feierlich eröffnet. Bis zu diesem Tag haben die Gemäuer eine wechselvolle Geschichte erlebt und die Bürgerstiftung "Wir Wipperfürther" hatte als Eigentümerin der Immobilie viele Hürden zu überwinden.

Gebaut wurde das Gebäude an der Wupperstraße 8, unweit der Wupper, im Jahre 1948. Genutzt wurde die Werkshalle mit der Nummer 8 von dem renommierten Leuchtmittelproduzenten Radium zur Herstellung von Glühfäden aus Wolfram.

Anfang dieses Jahrtausends - die Werkshalle wird aufgrund einer Produktionsverlagerung von der Fa. Radium nicht mehr genutzt - wird über eine Umnutzung der Industriebrache nachgedacht. Eine Idee, die von einer Handvoll engagierter Wipperfürther Bürgerinnen und Bürgern geboren wird, zieht immer größere Kreise. Aus der Vision wird ein konkreter Projektplan entwickelt und vorangetrieben: der Bau einer Kultur- und Veranstaltungshalle, die das Zentrum des kulturellen Lebens in Wipperfürth und der gesamten Region wird.

Im April 2002 erhält man einen positiven Bescheid für eine Förderung der rund zwei Millionen Euro Baukosten in Höhe von 70 Prozent aus dem Städtebauförderungsprogramm des Landes. Wenig später stimmt auch der Rat der Stadt Wipperfürth diesem Projekt zu. Jetzt wurde es amtlich und am 1. September gründete sich die Bürgerstiftung "Wir Wipperfürther". Den Gründungsvorstand bildeten Lothar Palubitzki, Jürgen Gräf, Harald Klinke und Michael Moll. Die Stiftung wurde mit der Summe von 10.650 Euro gegründet.

In der Folge wurden noch einige bürokratische Hürden erfolgreich überwunden. Der wichtigste Erfolg der "Stiftler" war das Sammeln der notwendigen Stiftungsgelder. Im März 2003 hat man das vorgeschriebene Stiftungskapital in Höhe von 50.000 Euro gesammelt. Aus Düsseldorf erreichte die Stiftler daher schnell die Zusage über eine Förderung des Umbaus, die wenig später wieder zurückgenommen wurde. Trotzdem erhält man am 28. Mai 2003 die Urkunde, in der vom Regierungspräsidenten die Anerkennung als Stiftung bestätigt wird. Es sollte aber noch bis zum November des Jahres dauern, bis die definitive Zusage über die Förderung von 1,83 Millionen Euro folgt. Geknüpft an die Bedingung, dass Stiftung und die Stadt Wipperfürth den notwendigen Eigenanteil bis zum Jahresbeginn darstellen können.

Amtlich zugesichert werden die Fördergelder im März 2004. Die Stiftung erhält die Zusage über eine 80%ige statt 70%ige Förderung durch den Referatsleiter im "Vesper- Ministerium" für Städtebau, Joachim Dahlheimer. Die Bewilligung dafür folgt sechs Monate später.

Die Zusage war gleichzeitig der Startschuss für die Stiftler am 28. April 2004. Viele ehrenamtliche Helfer der Bürgerstiftung "Wir Wipperfürther" rückten dem alt-ehrwürdigen Gebäude auf den steinigen Leib. Jede Menge Muskelhypothek wurde ein- und Tonnen von Bauschutt ausgebracht. Das Gebäude wurde komplett entkernt. Wenig später trifft sich ein freiwilliger Bautrupp jeden Samstag, um ehrenamtliche Arbeit zu leisten. Ein modernes Abrissgerät in Gestalt eines Baggers gelangt erst im Februar 2005 zum Einsatz, als ein Nebengebäude abgerissen wird.

Ein weiterer Meilenstein während der Abrissarbeiten war dann die Entfernung des Daches im Oktober 2005. Verbunden damit war auch eine zünftige "Dach-ab-Party". Anschließend wurden während der Bauphase die neuen architektonischen Errungenschaften sichtbar. Es sollte aber eben noch bis zum Herbst 2007 dauern, ehe der offizielle Startschuss fallen konnte.